Klimabündnis


Der Treibhauseffekt ist Hauptursache für die bereits merkbare Klimaveränderung. Er wird durch die Anreicherung von Spurenelementen in der Atmosphäre, allen voran Kohlendioxid, verstärkt.

Hauptverantwortlich dafür sind zwei Faktoren:
  • Die Verbrennung enormer Mengen fossiler Brennstoffe zur Energiegewinnung und für den motorisierten Verkehr in den Industrieländern.
  • Die fortschreitende Zerstörung der tropischen Regenwälder für exportorientierte Landwirtschaft, Industrie, Kraftwerke, Bergbau sowie Tropenholzgewinnung.

Aufgrund dieser globalen Zusammenhänge entstand das Klimabündnis. Das Klimabündnis zwischen europäischen Gemeinden, Städten und Ländern und der COICA (Zusammenschluß indianischer Organisationen im Amazonasraum) hat sich zum Ziel gesetzt, Schritte zum Erhalt der Erdatmosphäre zu unternehmen. Die beigetretenen Gemeinden verpflichten sich
  • zur Reduktion der Treibhausgas-Emission (v.a. CO2) bis zum Jahr 2010 um 50 %,
  • zum Verzicht auf die Verwendung von Tropenholz und
  • zur Unterstützung der indianischen Partner in Amazonien bei ihren Bemühungen zum Erhalt ihrer Lebensweise und des Regenwaldes.

Unter reger Anteilnahme der Bevölkerung feierte die Marktgemeinde Stetteldorf am Wagram am 26. November 2000 ihren Beitritt als 151. Mitglied zum niederösterreichischen Klimabündnis. Bürgermeister Trabauer und Umweltgemeinderat Ing. Resch konnten zahlreiche prominente Gäste begrüßen, unter ihnen Landesrat Mag. Sobotka und Bezirkshauptmann Haselsteiner.

In siner Ansprache über Klimabündnis und Umweltpolitik meinte Mag. Sobotka: "Es ist ein ganz besonderer Tag, wenn sich eine Gemeinde in der Größenordnung von Stetteldorf am Wagram dazu entschließt, dem Klimabündnis beizutreten und damit die Verantwortung für ihre Region übernimmt." Weiters meinte er: "Umweltpolitik geht jeden etwas an. Jeder sollte etwas ändern. Jeder einzelne hat Verantwortung dafür, dass nachfolgende Generationen noch auf diesem Planeten leben können."

In der Gemeinde wird schon lange aktive Umweltpolitik betrieben, 1993 setzte man als eine der ersten Gemeinden bereits auf Solarenergie. Der Gemeinderat beschloss damals, die Selbstbaugruppen finanziell zu unterstützen. Heute gibt es bereits in jedem fünften Haushalt Sonnenkollektoren zur Energiegewinnung.

Kurze Zeit darauf wurde das erfolgreiche Projekt Fernwärme gestartet, an das schon 220 Haushalte, das sind 60%, angeschlossen sind. Doch in Stetteldorf am Wagram denkt man nach dem Betritt zum Klimabündnis schon weiter, "Der Wagram könnte als idealer Standort für die Windkraft fungieren", argumentierte Umweltgemeinderat Ing. Resch Johann.

Nach der Unterzeichnung des Manifestes durch Landesrat Mag. Sobotka und Bgm. Trabauer, labten sich die zahlreichen Gäste an Speis und Trank aus örtlichen Produktionenn, und den musikalischen Rahmen für dieses Fest lieferte die Ortsmusik der Gemeinde.

Die Gemeinde verfolgt mit dem Beitritt das Ziel, für den gesamten Lebensbereich aller GemeindebürgerInnen die CO2 Emissionen zu reduzieren. Im Umweltausschuss hat sich eine Arbeitsgruppe in der Zwischenzeit mit diesem Thema beschäftigt und nach dem Muster anderer Gemeinden, die schon vor uns dem Klimabündnis beigetreten sind, einen Fragebogen für die Erhebung unserer CO2 Daten entwickelt. Mit Ihren Angaben liefern Sie wesendliche Grundlagen für dieses Projekt. Das Ergebnis der Klimabündnis-Energieerhebung wurde am Freitag den 22. Juni 2001 um 20.00 Uhr im Pfarrzentrum in Stetteldorf am Wagram präsentiert.